Margaux, 1992, 75 cl

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When to drink: 1996 to 2022

Trinkreife austrinken

Bewertung 16/20

Nicht vorrätig

SKU: oben-Margaux, 1992, 75 cl

Beschreibung

When to drink: 1996 to 2022

Gabriel:

Trinkreife austrinken
Bewertung 16/20
War er 1990 und 1991 der beste Premier Cru, dürfte er in diesem Jahr wohl das Schlusslicht bilden. Fassprobe (15/20): Gebundene Frucht, gekochte Johannisbeeren. Im Gaumen leicht rotes Fruchtfleisch, wenig Adstringenz und mittleres Finish. Dann wieder mehrere Male auf dem Château degustiert. Leider hat Paul Pontallier wenig Freude an meiner Wertung. Max Gerstl, der ihn aufgrund der Finessen zwei Punkte höher wertet, auch nicht. Ich habe weder an meiner Wertung noch am Wein selbst speziell Freude. Kurz nach der Flaschenfüllung (15/20): Stark röstiges Bouquet, das Toasting dominiert, rotbeerige, fast konfitürige Nase. Tänzerischer, leichter Wein mit einer sehr bescheidenen Konzentration. Nicht einem Premier Grand Cru würdig. Schade, denn für meine Tochter Melanie Margaux, welche in diesem Jahr geboren wurde, muss ich mir wohl oder übel einen anderen Wein in den Keller legen, um im Jahr 2012 ihren Zwanzigsten gebührend feiern zu können. 95: Wirkte an der Arrivage verführerisch süss und spassig zum Trinken: Mittleres Purpur. Im Bouquet sanfte Konzentration anzeigend, schöner Margaux-Duft, Preiselbeeren und Cassis. Eleganter Gaumen, saftig, schöner Schmelz, eine etwas teure Delikatesse (16/20). 02: Mitteldunkles Weinrot, fein ziegelroter Schimmer am Rand. Jodiges Bouquet, Brackwassernote und Torf, morscher Balken, getrocknete Pilze. Im Gaumen eher drahtig, fehlt an Fleisch, sanft aufrauhendes Extrakt, im Finale aromatisch, aber insgesamt doch eher langweilig und wenig Klasse zeigend. (15/20). 07: Aufhellendes Granat mit deutlich bräunlichem Schimmer. Offenes Bouquet, wirkt gemüsig, defensive Brackwassernoten, Jodtöne, keine Frucht mehr. Im Gaumen schlank säuerlich, flach, machte zu seiner Jugendzeit schon wenig Freude und ist heute nur noch sauer, fast scharf und leider auch noch bitter, dies bei schon magersüchtigem Körper. Ein Wein den man – als Premier Grand Cru – hätte deklassieren müssen. (14/20). 17: Eine Magnum zum Sonntagsbraten mit der Familie. Da hatte ich mir nicht viel erhofft. Und genau der Slogan «Erwarte nicht zu viel – so wirst Du nicht enttäuscht» funktioninerte hier sehr gut. Die Nase noch restfruchtig, mit etwas Herbstlaub duchzogen. Im Gaumen schlank, säuerlich aber doch mit einer letzten, versöhnlichen Süsse aufwartend. Also hat er, anstatt sich klammheimlich zu verabschieden noch einmal zaghaft aufgerafft.

 

 

 

 

Zusätzliche Information

Gewicht 1.3 kg