Margaux, 1988, 75 cl

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Trinkreife trinken

Bewertung 18/20

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SKU: 04-D-Margaux, 1988, 75 cl

Beschreibung

Gabriel:

Trinkreife trinken
Bewertung 18/20
89: Fassdegustation (18/20): Süsses Parfüm, Feinheit und Reichtum. Enormes Extrakt, mehr Merlot-Dominanz als der 86er, totale Fruchtkonzentration. Eigentlich sollte man Jungweine während einer Degustation ausspucken. Ich brachte es aber 1991 nicht übers Herz: So dicht, so fein, so stoffig, gewaltige Adstringenz, lang, lang, lang. Ein wunderschöner, grosser 88er. Hat auf eine unlogische Weise Ähnlichkeiten mit dem 88er Lafite. 1992 noch immer in der Fruchtphase, gar eine Notiz mit 19/20 Punkten: Rauchige, durch die Barrique nach Kaffee duftende Nase, dahinter konzentriertes, reifes Fruchtbild. Im Gaumen sehr gut balanciert, Wachston, reich an viel feinen Gerbstoffen, macht sehr positive Fortschritte. Ein grosser Margaux! In der Verschlussphase präsentierte er sich wie folgt: Völlig verschlossen, fast pubertär. Die Nase ist ausbrechend, sehr aromatisch zwar, aber noch keine Harmonie zwischen der Frucht und dem Terroir zeigend. Im Gaumen komprimiert, fast hart, mit Unmengen von Stoff. Ein grosser Wein, der noch mindestens vier Jahre Ruhe braucht. 98: Offenes, weit ausladendes, burgundisches Bouquet, viel Preisel- und Maulbeeren. Saftiger, feiner Gaumenfluss, zeigt sich opulent, sattes Extrakt, beginnende Schokonote im Finale, würziges Nachspiel. Wird in der vollen Genussphase wohl 19/20 Punkte wert sein (18/20)! 00: Ein delikater, zu Beginn unscheinbarer Wein mit feinem Dörrfrüchtebouquet. Kein Bluff, sondern ein seidiger Premier Cru, der jetzt beginnt, immer mehr Spass zu machen (18/20). 01: Offenes Bouquet, Pflaumentöne, schön ausladend mit ersten dezenten Schokonoten. Im Gaumen noch viel Frucht, schöne Cabernet-Würze, Weichseln im Extrakt, zeigt viel Rückhalt und baut noch aus. 02: Wir tranken eine wohl etwas reife Flasche aus einem Burgunderglas im Tessin: Zeigt deutlich pilzige Noten, Weihrauch und getrocknete Küchenkräuter. Auch im Gaumen sehr reif und sanft antrocknend. 04: Eine sensationelle Flasche mit relativ viel Frucht, aber auch etwas bourgeoisen Konturen. Ein paar Monate später an der Weinprobe bei Bruno Hertig wieder mit gleicher Punktezahl bewertet: 18/20. Dunkles Granat mit aufhellendem Rand. Das Bouquet zeigt Leder, Korinthen, Rauch, schwarze Pfefferkörner, öffnet sich nur langsam und zeigt in der Mitte eine minzige Frische. Massiver Gaumen mit körnigen Tönen, leicht aufrauend, zeigt somit noch viel Reserven ist aber nicht so finessenreich wie man es von einem Premier eigentlich erwarten dürfte. 08: Granat-Rubin, dicht, immer noch lila Schimmer im Rand. Tiefes Cabernetbouquet, Tabak, Szechuanpfefferkörner, wirkt zu Beginn etwas kühl, Napatouch, Bakelit, wirkt sehr tiefgründig, nach 20 Minuten zeigt er eine feine Currynote. Fester, strenger Gaumen, noch wenig entwickelt und somit im ersten Ansatz etwas hart wirkend, deutliche Adstringenz. Heute noch ein reservierter Wein mit einem weiter verlangendem Potential, der richtige Genuss ist aber (noch?) nicht voll da. Zwei Stunden dekantieren. 11: Jetzt voll auf dem Genusshöhepunkt, fein mit parfümiertem Maulbeerenton, elegant und seidig fein – genau wie ein ziemlich grosser Château Margaux sein muss! Ohne zu dekantieren geniessen. (18/20). 13: Nach 20 Jahren immer noch sehr frisch und rotbeerige Spuren zeigend. Sehr feine, saftige Tannine, dezente Torfspuren im Untergrund. (18/20). 16: Noch recht dunkles Rot. Der Begin ist so zwischen kühl bis reserviert anzusiedeln. Bakelitspuren, grüner Madagaskarpfeffer, dunkler Tabak, wirkt dabei ziemlich tiefgründig. Im Gaumen frisch, zeigt Konturen und schöne Pflaumentöne, nicht besonders süss im Ausdruck. Ein «cooler» Margaux mit leicht kernigem Rückhalt. Ich denke, dieser Klassiker braucht einfach ein gut passendes Gericht dazu um richtig in Form zu kommen. (18/20). 17: Sehr dunkle Farbe, bläulicher Schimmer im satten Granat. Die Nase ist direkt, frisch, er legt stetig zu und gibt sich als grosser Klassiker. Immer noch Cassis zeigend, Brombeeren, frisch zerdrückte Szechuanpfefferkörner. Im Gaumen saftig, konzentrierter als der etwas leicht anmutende 1985er, gut im Fleisch und aromatisch im Finale. Ein unterschätzter, grosser 1988er und davon gibt es noch Weitere. (18/20). 18: Sattes Purpur, dichte Mitte, am Rand ziegelroter Schimmer. Offener, eleganter Duft, sanft ausladend, Lakritze, Kandiszucker, noch rote Beerenresten, Maulbeeren und Cassis, sowie dominikanischer Tabak. Im Gaumen feinstoffig, eine gut stützende, vielleicht um eine Nuance dezent dominierende Säure. Die restlichen Gerbstoffe wirken dezent asketisch. Wenn man ihn schlürft kommt das typische Margaux-Parfüm zum Tragen. Immer noch gut erhalten, aber man würde von ihm vielleicht etwas mehr Finessen wünschen. Andererseits passt sein Typus voll in die 88er-Jahrgangs-Schablone. (18/20).

Zusätzliche Information

Gewicht 1.3 kg