Haut Brion, 2003, 75 cl

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Parker: 95/100

Trinkreife trinken (2010 – 2040)

Bewertung 19/20

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SKU: 06-FG-Haut Brion, 2003, 75 cl

Beschreibung

Parker: 95/100

Gabriel

Trinkreife trinken (2010 – 2040)
Bewertung 19/20
04: Fassprobe: 58 % Merlot, 31 % Cabernet Sauvignon, 11 % Cabernet Franc: Dunkles, sattes Purpur mit sanft rubinem Schimmer am Rand. In der Primeurprobe weniger ausdrucksvoll als der Mission; alles ist feiner, dichter und delikater, Holunder, dunkles Malz, feiner Kräuterhauch, Zitronenthymian und wilde Minze. Im Gaumen merkt man zwar deutlich, dass dies der tanninreichste Haut-Brion seit 1945 und 1961 ist, doch die Gerbstoffe sind fett, tragen aber auch eine fein ledrige Trockenheit in sich, das Extrakt verbindet sich mit der Säure und diese beiden Elemente ergeben eine massive Adstringenz. Vielleicht hätte man sich im Verhältnis zu den Tanninen doch etwas mehr Fleisch im Körperbau gewünscht. Auch hier ist – wie beim Mission – viel Flaschengeduld gefragt, auf alle Fälle wird dies ein ganz grosser Klassiker, der Parallelen zum 1986er zeigt, aber sich vielleicht weniger schwierig entwickeln wird. 06: In der Coburg Wien wirkte der Wein erstaunlich süss und pflaumig. Im Gaumen ist der Wein trotz seines Fettgehaltes sehr elegant und zeigt unheimlich viel Finessen. Vom Geschmack her eine etwas weniger konzentrierte Variante des mittlerweile absolut genialen 89ers. 07: Mattes Granat, innen satt aussen deutlich aufhellend. Das Bouquet beginnt wie einer Orgie und erinnert an die grossen 47er-Bordeaux vom Grundgeschmack her, fett süss, kompottig, buttrige Fülle aufweisend, Caramell, Portnoten, erotische Ausstrahlung. Cremig dick auch im Gaumen, innen noch leicht trocken mit kernigen Noten, zeigt aber Nerven und genügend Gerbstoffe um den Säuremangel zu überstehen. Sicherlich kein Klassiker. Aber innerhalb anderer grosser Jahrgänge braucht es halt immer wieder Weine die aus der Reihe tanzen, damit die Normalität besser definierbar ist. Während die klassischen, jüngeren Haut-Brion meist viel mehr Zeit brauchen, ist dieser 2003er heute schon ein unvergessliches, sehr erotisches Weinerlebnis. 08: Offenes Bouquet, ausladend, reife Pflaumen, erste Merlotschokonoten, Malztöne, getrocknete Feigen, Irisch Moos, scheint schon viel von seiner ersten Reife preis zu geben. Im Gaumen charmant, cremig mit viel Souplesse. Vielleicht kein ganz grosser Wein in dieser Runde – aber einer der jetzt schon viel ausufernd Spass bereitet und mit Erotik voll gespickt ist. (19/20) 15: Innen satt und dunkel, aussen aufhellend mit ersten Reifeanzeichen. Die Nase zeigt einen süssen Touch mit Nuancen von Korinthen und Malagarosinen, dann folgen Teernoten, welche die Tiefe anzeigen und danach Aromen von getrocknetem Zedernholz, dazu; erste feine Kräuternoten. Im Gaumen mit gut stützender, noch gerbiger Säure, er hat eine gute Mineralik und zeigt dabei eine schöne Terroirexpression. Trotz seinem weiteren Potential bereitet er jetzt schon viel Spass.

 

 

 

 

 

 

Zusätzliche Information

Gewicht 1.3 kg