Cos d’Estournel, 1986, 75 cl

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Parker: 95 /100

When to drink: 2015 to 2022

Trinkreife jetzt

Bewertung 16/20

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SKU: 11-F-Cos d'Estournel, 1986, 75 cl

Beschreibung

Parker: 95 /100

When to drink: 2015 to 2022

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Bewertung 16/20
Der Cos 1986 war eine der allergrössten Ernten, die es je auf diesem Château gegeben hatte. Fast 40’000 Kisten (eine halbe Million Flaschen) lagen nach der Abfüllung zum Verkauf bereit. Eine Normalernte neuerer Jahrgänge weist ca. 25’000 Kisten auf! Trotz der Produktionsmenge ein grosser Jahrgang für das Château, wenn auch nicht besonders viel Charme versprühend. Gut zwanzig Mal verkostet; gleich bleibende Noten mit einer beeindruckenden Reduktionsphase zwischen 1989 bis 1997. 98: Er wurde uns blind an einem wunderschönen Weinabend bei Pulvers in Hondrich eingeschenkt. Für mich war eines klar: Bordeaux! Meine Tischnachbarn suchten die orale Wahrheitsfindung eher in der Toskana. Dann wurde auch ich unsicher. So irgend ein sehr guter Vino da Tavola à la Fontalloro könnte es eigentlich auch sein. Falsch! Es war der 86er Cos: Ein markanter, noch immer sehr von Gerbstoff beladener St. Estèphe. Nur wenn ich meine alten Notizen anschaue, habe ich ihm immer wieder (wie auch dem 85er Cos) toskanische Vino da Tavola-Allüren attestiert. Also hatten eigentlich alle recht. Zwei Stunden dekantieren. 03: Am Cos-Abend im Hotel Astoria, Luzern präsentierte er sich prächtig und legte im Glas noch zu, was heisst: dekantieren empfohlen! 18/20. 2006: Mit einem grossen Fragezeichen erlebt. Unten noch kraftvoll, oben oxydiert mit Maggitönen und Steinpilzmehl. gibt es bessere Flaschen? Müsste wohl so sein. Diese: 15/20 (vorbei). Eine etwas bessere Flasche aus meinem Keller an der Weinbörse-Gala: Sattes Purpur, immer noch rubiner, aber duach auch reifender Rand. Pilziges Bouquet, Soyasauce, Magginoten, kalte Asche. Reifer, aber kühl wirkender Gaumen, gerbiges Extrakt, sandige Noten, wirkt aufrauend und eignet sich eher als kräftiger Foodwein. Schien aber mit etwas mehr Frucht früher besser zu gefallen. Obwohl noch Tannine da sind, vielleicht doch eher jetzt austrinken. 08: Eine Magnum in Holland brachte es nicht (mehr) ganz. Die Tannine werden langsam spröde und der Wein verliert an Aromen, zu Gunsten von humusigen Noten. 08: Eine normale Flasche aus meinem Keller, zwei Stunden dekantiert. Wenn alle Flaschen so wären, so wären wir wieder bei 18/20. Das ist aber nur noch selten der Fall. 09: Die Tannine bleiben stehen und der Wein entwickelt sich weiter und verliert an Fleisch. (17/20). 15: Halbe Flasche. Von den drei degustierten 1986er hatte er die hellste Farbe und diese war dann auch entsprechend reif. Die Nase war gleich offen, respektive zeigte sogar einen Schimmer von Oxydation in Form von dunklem Pilzmehl und Liebstöckel. Im Gaumen für einen 1986er recht fein und das will heissen, dass er zuwenig Konzentration oder nicht genügend Tannine hatte, damit er sich über die Jahre stabilisieren konnte. Der gleiche Effekt hat übrigens auch leider bereits die normalen Flaschen erreicht. P.S. Das war die grösste Ernte von Cos! 16/20 für diese halbe Flasche. 16: Mittlere Farbe, viel dunkle Reflexe. Steinmehl in der ersten Nase, dann feiner Oxydationsschimmer, exotische Holznoten, irgendwie ist da nicht nur die Primäraromatik weg, sondern es zeichnet sich auch ein gewisser Oxydationsschimmer ab. Im Gaumen noch Tanninresten zeigend, die Textur ist aber spröde und franst so langsam aber sicher gänzlich aus. Diese Flasche: 15/20. 19: Eine sehr gute Flasche aus dem Keller von Paolo Cattaneo mit einem gewissen Rennaissancefaktor. Am Anfang 17/20. Nach längerem Luftzutritt: 16/20. 19: Die Farbe zeigt ein reifendes Rot. Innen wirkt er noch recht satt. Die Nase zeigt eine deutliche Reife, wenn nicht schon auch Nuancen von Oxydation. Zweiter Ansatz: Zedernholz, heller Tabak, Malagarosinen und kalter Tee. Es schwingt eine versöhnliche Süsse unten durch. Im Gaumen wird er durch die Säure erhalten und wirkt durch die sehnigen Muskeln etwas asketisch. Der sehr hohe Ertrag (es war eine der grössten Ernten in der Geschichte von Cos) fordert seinen Alterstribut. Ich würde ihn nur noch in Verbindung mit Saucengerichten entkorken. War aber eine sehr gute Flasche. Ich hatte ihn auch schon wesentlich müder im Glas. (17/20).

 

 

Zusätzliche Information

Gewicht 1.3 kg