Figeac, 1989, 75 cl

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When to drink: 2009 to 2020

Falstaff: 88/100

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SKU: oben-Figeac, 1989, 75 cl

Beschreibung

When to drink: 2009 to 2020

Falstaff: 88/100

Kräftiges Rubingranat, zart unterockert, dezenter Wasserrand. In der Nase rauchig-kräuterwürzig unterlegte dunkle Beerenfrucht, Shiitake-Pilz-Anklang. Saftig, kraftvolle Tannine, die präsent sind, etwas Bitterschoko, feine Dörrobstnote im Nachhall, kandierte Orangen im Rückgeschmack, guter Speisenbegleiter.

Gabriel:

Trinkreife trinken ( – 2025)
Bewertung 18/20
Während andere Figeac in der Jugend häufig wesentlich schlechter abschnitten, zeigte dieser schon bei der Arrivage seine angestammte Grösse (18/20): Typisch unsaubere Figeac-Jungnote, dahinter Röstgeschmack. Intensives und dennoch feines Tannin mit pfeffriger, lebendiger Note. Genügend Reserven, um seine Pubertätsphase zu überstehen. Ein Langstreckenläufer – vom Typ her weist er die Qualität des eigenen 59ers auf. Lobeshymnen auch sechs Jahre nach seiner Geburt (18/20): Komplexes, noch defensives, fast trüffeliges Bouquet; schwarze Beeren, viel Tiefe und Aromatik darin versteckt, zeigt sich leicht, nach 10 Minuten flüchtige Säure im Nasenbild. Dichter, sehr konzentrierter Gaumen, stoffig, noch pfeffrig junge Säure, die zusammen mit der Adstringenz ein grosses Reifepotential bildet. Ein grosser, lagerfähiger St. Emilion. 98: Ein heisser Wein, der sogar ein leichtes, nach getrockneten Kamillen duftendes Bouquet aufweist, Pfeffernüsse darin. Braucht immer noch viel Zeit. Diese Impériale war leider total verschlossen (18/20). 01: Mittlere Farbe, erste, feine Reifezeichen am Rand. Das Bouquet ist zu Beginn eher staubig; zeigt Kräuter- und feine Erdtöne, weisser Pfeffer, grün anmutende Blattnoten. Im Gaumen nur gerade mittelgewichtig vom Ansatz her, die Gerbstoffe dominieren zusammen mit der aktiven Säure, vom Gaumenbild her merkt man, dass dieser delikate Wein in den letzten paar Jahren keine grossen Schritte unternommen hat. Ein tänzerischer Figeac, noch etwas bitter, aber mit einem grossen Alterungspotential (18/20). 04: Eine Impériale am Geburtstag von André Kunz: Der Wein begann grün mit tabakigen Noten, getrockneten Pfefferschoten und leichtem Humustouch, präsentierte sich eher dumpf – also typisch Figeac. Im Gaumen kernig, pfeffrige Tannine und leicht spröde Adstringenz. Doch er legte kontinuierlich zu und entwickelte dabei eine Würzigkeit, die er in zehn Jahren in ein phänomenales Bouquet umwandeln wird. Momentan würde ich eher noch zuwarten (18/20). 10: Mineralisches Bouquet, schwarze Pflaumen, Tabak und Trüffelnote, petrolig, konzentriert und noch verschlossen aber unglaublich tief und dicht. Fleischiger Gaumen, schöne Fettkonturen, aromatisch und mit einem Würzbeet im reichen Extrakt ausgestattet, noch extrem jung und erst in 20 Jahren so richtig in Hochform. Vier Stunden dekantieren. Diese Magnum: 19/20. 16: Eine Doppelmagnum bei Fränzi und Urs Ratschiller. Nur kurz zuvor dekantiert. Wie erwartet etwas muffiger Beginn. Waldige Süsse zeigend, nasses Leder, dann Kräutertöne und malzige Noten vermittelnd. Im Gaumen grünlich (Cabernetanteil!) dann mit weicher Kontur aufwartend, sanfte Nusschalenbittertöne im würzig-gerbigen Finale. Legte zu an der Luft. Wer ein Cleantrinker ist, soll die Finger davon lassen.

 

 

 

 

 

 

 

Zusätzliche Information

Gewicht 1.3 kg