Pichon-Longueville-Comtesse-de-Lalande, 2015, 75 cl

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Trinkreife warten (2024 – 2055)

Bewertung 20/20

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Beschreibung

Gabriel:

Trinkreife warten (2024 – 2055)
Bewertung 20/20
EIN JAHRHUNDERTWEIN MIT «LANGEM PLÂTEAU»

René Gabriel: «Was ist der Unterschied zwischen dem bereits sensationellen 2014er und diesem 2015er?»
Nicolas Glumineau: «Wir haben da von allem noch ein Bisschen mehr drin; Dichte, Tiefe, Tannin und auch Intensität».
Gabriel: «Ist er noch besser als 2009 oder 2010?»
Glumineau: «Vielleicht nicht besser, aber anders. Respektive genauso wie ein ganz grosser Pichon-Lalande sein soll. Eine perfekte Symbiose zwischen vollem Pauillac und tollem Pichon-Lalande».
Gabriel: «Gibt es genug Flaschen für die Freaks?»
Glumineau: «Es war eine recht schöne Erntemenge bei der wir viel Grand Vin selektionieren konnten. Für die heutige Zeit ist es viel. Wir hatten – vor meiner Zeit – früher auch schon Ernten bei dem es doppelt so viel ergab wie heuer. Zugegeben auch bei weniger berauschender Qualität».
Gabriel: «Und wann wird dieser 2015 seine beste Zeit erreichen?»
Glumineau: «Ich schätze den Genussbeginn ab 2027 ein mit einem langen Plâteau».
Gabriel: «Plâteau???»
Glumineau: «Ja – Plâteau. Dummerweise definieren viele Weingeniesser die Genussreife mit einem Peak, also mit einer Spitze. Ein grosser Bordeaux kommt irgendwann mal in die Genussreife und liefert dann sehr lange, manchmal Jahrzehnte lang ein maximales Trinkvergnügen. Auch wenn er sich dabei von Frucht- zu Terroiraromen bewegt. Also kann man da definitiv von einem Plâteau sprechen!»

Fassprobe 2016: 68 % Cabernet Sauvignon, 29 % Merlot, 2 % Cabernet Franc, 1 % Petit Verdot. Extrem dunkles Purpur mit lila und violetten Reflexen. Reifes, komplexes Bouquet, mit vielen dunklen Beeren und mit schwarzen Schokonoten unterlegt. Im zweiten Ansatz einen ganz minimen Hauch von Dörrfrüchten, erste Zedern- und Tabaknoten zeigend. Im Gaumen füllig, eine reife, intensive Adstringenz aufweisend, Heidelbeeren und Black-Currantnoten, unglaublich viel Aromendruck im schier bulligen Finale vermittelnd. Mit Lafite der beste Pauillac! Also verdient auch er die Maximalnote. Wie schon im Letzten Jahr. Also ist der Pichon-Lalande in den letzten Jahren auf absolutem Höhenflug. Es war der letzte Wein im Union des Grands Cru Tasting auf Lafon-Rochet. Also konnte ich ihn sehr gut mit seiner Konkurrenz vergleichen. Das Ding hat mich schier umgehauen. Am anderen Tag habe ich ihn nochmals auf dem Gut nachverkostet. Das ist unglaublich viel Aromatik drin und er hat auch schöne Reserven. (20/20). 19: Tiefdunkles Granat-Purpur mit deutlich rubinem Rand. Eigenwilliges Bouquet, mit einer schier kompottigen Süsse beginnend, Honigspuren, helles Malz, getrocknete Kamille. Irgendwie kommt mir da auch Preisel- und Brombeerenjus in den Sinn. Zusammengefasst; erst viel rote, kleine reife Beeren, dann ein Hauch von animalischen Zügen in Form von Hirschleder. Im Gaumen pfeffrig, kompakt, fest verschnürt und so noch wenig seines effektiven Potentials aufzeigend. Gegen das Finale zeigt er eine hohe Reife des Cabernets und geht süss und gebündelt ins Finale. Ganz frisch eingeschenkt, hatte er Mühe. Ich verkostete ihn noch einmal nach langem Luftzutritt, da ging die Evolution in die richtige Richtung. Momentan kann er aber seine euphorische Primeurbewertung (20/20) nicht vollumfänglich dokumentieren. Also ist Warten angesagt. (19/20).

Zusätzliche Information

Gewicht 1.3 kg