Latour, 2009, 75 cl

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Trinkreife warten (2022 – 2065)

Gabriel: 20/20

Parker: 100/100

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SKU: oben-Latour, 2009, 75 cl

Beschreibung

Parker: 100/100

Gabriel:

Trinkreife

warten (2022 – 2065)
Bewertung 20/20
91.3 % Cabernet Sauvignon, 8.7 % Merlot. Kein Cabernet Franc, kein Petit Verdot in der Assemblage! 38,3 % der Produktion ergab Grand Vin. Sattes Purpur-Granat, dicht in der Mitte, lila Schimmer aussen. Verhaltenes Bouquet, zuerst fein milchig, dann rahmig, dann sehr reife Brombeeren, parfümiertes Cassis, feinste Edelhölzer und eine besonders zarte Zedernholznote zeigend die sonst eigentlich in dieser Form eher dem Ducu vorbehalten ist, völlig klar und nicht auf Macht, sondern Finessen setzend. Perfekter Gaumen, stilistisch sicher, alles ist an seinem Ort, völlig auf die Reife des Cabernets ausgerichtet, ein zarter Hauch Caramel darin, die Adstringenz ist königlich. Zweifellos ein ganz grosser Latour, dem aber irgendwie auch etwas die brachiale Genialität von früher fehlt. Kommen die Trüffel noch? Wird das Terroir hier seine Tiefe schöpfen können bei der beginnenden Reife? Kommen dann auch die dunklen Steinpilze an die oberfläche und frisch gehackten Kräuter und die Minze wie früher? Oder bezahlt man hier einen gewissen Tribut an die Perfektion des heutigen, jedes Detail betrachtenden „Quality-Managements“? Die Zeit wird es weisen und nur wenige werden es je wohl wissen. Denn dieser Latour wird nicht nur teuer, sondern so richtig extrem teuer. (20/20). 13: Extrem dunkel, Violett mit schwarzen Reflexen. Ätherisches Bouquet zu Beginn, sehr mineralisch, Steinöl, Terpentin, Trüffel, Rauch, konzentrierte, schwarzbeerige Frucht, ein Hauch Korinthen, Teakholz und Redwoodnoten. Dieser Ausdruck von tiefgründigem Cabernet Sauvignon ist schon fast dramatisch und dokumentarisch. Nobler, reicher Gaumen, ausgeglichene, umfassende Adstringenz, alles am richtigen Ort, in Reinkultur und Perfektion. Sicherlich braucht diese Latour-Legende viel Zeit, aber auch nicht so viel, dass man ihn nicht ab und zu wieder begleiten sollte. Ein bewegender Degustationsschluck. Noch ganz selten hatte ich bei einem so jungen Bordeaux, so viel innerliche Emotionen. (20/20). 19: Extrem dicht, schwarz in der Mitte mit violetten und roten Reflexen gegen aussen. Imposantes, süsses Bouquet; Kirschen, Cassis und Brombeeren. Will heissen; er fängt mit einer grossen Ration an Beerenfrüchten an. Beim zweiten Ansatz; Lakritze, dunkle Edelhölzer und Nuancen von Vanilleschote. Er gibt sich ziemlich üppig in der Nase, obwohl er noch verschlossen wirkt. Herrlich parfümiert mit deutlichen Ansätzen von vielschichtigem Kräuterspiel; Minze, Melisse, Thymian, Rosmarin und Eucalyptus. Perfekter Gaumen, von der ersten Sekunde an! Die massigen Tannine sind hoch reif. Der Körper zeigt eine dramatische Leibesfülle. Dank diesem Umstand kann er schon ganz viel von seiner späteren Grösse zeigen. So glaube ich denn auch nicht, dass er sich nochmal extrem verschliessen wird, wie dies in der Regel der Fall ist. Trotzdem dies der letzte Rotwein von der ganzen Probe war, flippte ich innerlich aus. Von der Kraft, Balance, Tanninen und der perfekten Vinifikation her dürfte dies wohl der beste Latour der neuen Zeit werden. Für mich ist er, mit dem legendären 1961er auf der gleichen Stufe. Irgendwie hat er mich im Hinterkopf auch an einen grossen Harlan Estate erinnert, was in diesem Fall für beide Seiten ein Kompliment ist. (20/20)

Zusätzliche Information

Gewicht 1.3 kg